Der letzte Jedi-Ritter

Star Wars: Der letzte Jedi-Ritter

Michael Reaves

Erscheinungsdatum: 2014

blanvalet Verlag

ISBN: 978-3442269594

Taschenbuch: 13,00 €

 

Imperator Palpatine hat den Jedi-Rittern den Krieg erklärt. Die meisten sind tot, der Rest versteckt sich in den Randgebieten des Imperiums. Aber Jax Pavan landet mit seiner auf Coruscant stationierten Widerstandsgruppe einen Schlag nach dem anderen gegen Palpatines Schergen.

Sie sind gut genug ausgerüstet, um mit jedem Gegner fertig zu werden. Jax fürchtet nur einen von ihnen - denn der Sith Lord Darth Vader wird nicht eher ruhen, bis auch der letzte der Jedi-Ritter vernichtet wurde.

Michael Reaves: "Der letzte Jedi-Ritter" oder auch: Jax Pavan, 1-5 YQ und ich.

Es sollten mittlerweile so um die 15 Jahre vergangen sein, als ich mit "Darth-Maul - Der Schattenjäger" das erste Mal ein Buch von Michael Reaves in Händen hielt. Zuvor hatte ich zwar schon einige Bücher aus dem Erweiterten Universum von Star Wars gelesen, aber dieses Werk hat mich damals aufgrund des gelungenen Übergangs und seiner Nähe zu Episode I besonders fasziniert. 

In den folgenden Jahren habe ich - soweit es die Zeit erlaubte - immer wieder gern die Bücher von Reaves und seinen Co-Autoren gelesen und manchmal kam es mir so vor, als ob Reaves innerhalb des SWEU mit seinem Ideenreichtum einen kleinen Mikrokosmos aus widerspenstigen Droiden, desillusionierten Imperialen/Republikanern und trinkfesten Sullustanern geschaffen habe.

Als besonders herausragend empfand ich den Perspektivenwechsel, die Geschichte der Vernichtung des 1. Todessterns aus der Sicht von Imperialen zu erzählen ("Die Macht des Todessterns") und auch die MedStar-Dilogie hob sich mit ihrem Pazifismus meiner Meinung nach wohltuend vom seinerzeit im TV laufenden Clone Wars Geballer ab.

 

Nachdem ich die Coruscant Nights Trilogie fast in einem Zug durchgelesen hatte, hab ich mich lange Zeit um die Lektüre des "Letzten Jedi-Ritters" gedrückt. Dies nicht weil ich die Geschichte um Jax Pavan langweilig fand - hier war eher das Gegenteil der Fall - sondern weil ich genau wusste, dass mit dem Ausleben des Buches sich auch für mich persönlich ein Kreis schließen würde, zumal ja - wenn nicht doch noch irgendwie ein Wunder geschieht - wir über Jax Pavan, Den Dhur, 1-5 YQ und Co nichts Neues veröffentlicht bekommen werden...aber so ist das nun mal bei den Traditionalisten, ab und zu werden sie wehmütig und sinnieren über die guten, alten Zeiten.

Derweil ich beim Lesen des Buches manchmal den Eindruck hatte, als ginge es Reaves und Maya Kaathryn Bohnhoff nicht ganz unähnlich, denn die Story schlägt doch einige Haken, so als ob man das Ende bewusst herauszögern wollte, um den Fans noch so viel wie möglich zu bieten, bevor das Kapitel Jax Pavan geschlossen wird. 

 

Das Buch selbst eröffnet uns einen tiefen Einblick in die Geschichte des frühen Imperiums und den aufkeimenden Widerstand. Reaves Schreibstil ist stets flüssig und besonders gut gefallen hat mir (mal wieder) der dezente, aber dennoch kompromisslose Humor von 1-5YQ, der zumindest dann und wann die äußerst düstere und alles in allem sehr tragische Geschichte auflockert. 

Gut gefallen hat mir weiterhin, dass Reaves die Story nicht vollends in Tragik und Ausweglosigkeit versinken lässt, sondern uns auf den letzten Seiten in eine für Jax und 1-5YQ hoffnungslose Zukunft blicken lässt. Daran nehme ich mir doch glatt mal ein Beispiel, greife in mein Bücherregal und schnappe mir nach langer, langer Zeit mal wieder ein Buch, dass ich vor etwa 15 Jahren das erste Mal... ;.-)

 

Gesamturteil: 8/10 Punkte

Verfasser: Christian Gerlach

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