Das Tagebuch der Prinzessin Leia

Das Tagebuch der Prinzessin Leia

Carrie Fisher

Erscheinungsdatum: 2017

Hannibal Verlag

Seiten: 238

ISBN: 978-3-85445-625-4

Gebundene Ausgabe: 19,99 €

 

"Carrie Fisher entdeckte einige Zeit vor ihrem Tod die Tagebücher, die sie während der Produktion des ersten Star Wars - Films geführt hatte. Sie war über den Inhalt der aufgehobenen, aber mit den Jahren in Vergessenheit geratenen Schriftstücke erstaunt, die wehmütige Liebesgedichte enthielten, freie und von jugendlicher Naivität geprägte Gedankenspiele, allesamt geprägt von einer Verletzlichkeit, die sie kaum wiedererkannte. 

Heute ist ihre Popularität als Schriftstellerin, Schauspielerin und Ikone der Popkultur unbestritten, doch 1976 war sie ein ganz normaler Teenager, der sich unsterblich in seinen Co-Star Harrison Ford verliebt hatte.

 

Das Tagebuch der Prinzessin Leia ist ein intimer Erinnerungsschatz, ergänzt um Auszüge ihrer handschriftlichen Aufzeichnungen, der den Leser auf eine Reise an das Set eines der berühmtesten Filme aller Zeiten mitnimmt und ihm einen lebendigen Blick hinter die Kulissen eröffnet. 

Während Carrie Fisher ihre ikonenhafte Rolle in der Star Wars - Trilogie Revue passieren lässt, plaudert sie über die Freuden und den Wahnsinn in der Welt der Celebrities wie auch die Absurdität eines Lebens, bestimmt von einer Hollywood-Elite, deren Status die Autorin allein schon dank ihre Blaublütigkeit im Weltall überflügelte.

 

Urkomisch, ironisch und zu endlosem Zitieren einladend, vermittelt Das Tagebuch der Prinzessin Leia die Intimität und Offenheit eines Memoirs, wobei es gleichzeitig einen schonungslosen Einblick in die Welt eines Stars und die Art von Ruhm ermöglicht, den nur wenige erleben dürfen."

 Carrie Fisher ist Ende 2016 für uns alle überraschend an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben.

Da ich ein großer Star Wars Fan bin und sie mehrfach live auf diversen Conventions erleben durfte, war es mir ein persönliches Anliegen, ihr Buch zu lesen.

 

Sie ist keine unbescholtene Schriftstellerin, so sind u.a. vor einiger Zeit ihre Memoiren erschienen: „Das Erwachen der Nacht: Mein

verrücktes Leben zwischen Drogen, Depressionen und einem schwulen Ehemann“. Das Buch habe ich bisher noch nicht gelesen, aber nach der Lektüre von „Das Tagebuch der Prinzessin Leia“ bin ich sehr neugierig darauf.

 

Was habe ich von ihrem neuesten Buch erwartet? Einblicke in ihr Leben….die habe ich bekommen. Mehr noch: Einblicke in ihr Seelenleben.

Gnadenlos ehrlich und emotional, voller Ironie und Selbstzweifel. So habe ich sie auch auf Conventions erlebt. Sie hat sich selbst nie zu ernst genommen.

 

Im ersten Teil des Buches berichtet sie von ihrem Leben als berühmte Tochter von Debbie Reynolds, die kurioserweise genau einen Tag nach Carrie Fischer verstarb, und vom Casting und den Dreharbeiten zu "Episode IV: Eine neue Hoffnung" (mein persönlicher Lieblingsfilm der Star Wars Reihe).

Sie geht dabei sehr detailliert auf ihre Frisur ein (die „Buns of Navarone“), also die Schnecken an den Ohren, die so charakteristisch sind für die Rolle der Leia. Auch wenn es banal erscheint, so ist es doch amüsant.

 

Was vor einigen Monaten durch die Medien ging, wird im nächsten Teil des Buches beschrieben: ihre Affäre mit Harrison Ford.

Dabei verrät sie keine intimen Details (das bleibt völlig im Dunkeln), sondern gibt lediglich ihr Gefühlsleben wider. Eine 19-jährige Schauspielerin am Set, umgeben von einem charismatischen 15 Jahre älteren Harrison Ford (in jungen Jahren der Schwarm vieler Mädchen), der zu der Zeit jedoch verheiratet war und 2-facher Vater…

Es ist ihr schwer gefallen, diese Affäre an die Öffentlichkeit zu bringen. Sie hatte jedoch die Befürchtung, dass dieser Aspekt ihres Lebens nach ihrem Tod ausgeschlachtet und womöglich falsch widergegeben würde.

Ihre Gedanken hat sie in einem fast 60 Seiten umfassenden Auszug ihres Tagebuchs veröffentlicht, das sie während der Dreharbeiten zu "Episode IV: Eine neue Hoffnung" geschrieben hatte. Fishers Texte sind poetisch, manchmal tragisch, voller Selbstreflexion. Man bekommt stark den Eindruck, dass Carrie Fisher sich in Harrison Ford verliebt haben muss und diese Liebe wohl einseitig war.

 

Im dritten Teil des Buches erzählt sie von den Eindrücken, die sie von Fans im Laufe der Jahre auf Conventions gesammelt hat. Dabei scheint es, als nehme sie die Fans etwas auf die Schippe. Sie sagt jedoch auch „Die Fans berühren mich“.

Sie veröffentlich Auszüge aus ihren Gesprächen mit Fans (bzw. die Monologe, die Fans führen, die vor ihr stehen). Sie stehen stundenlang für ein Autogramm an und stammeln dann vor lauter Aufregung dummes Zeug. Ja, auch ich bin ein Fan, habe mich aber nie für ein Foto oder Autogramm angestellt. Denn dann würde auch ich vor lauter Nervosität dummes Zeug stammeln :-).

 

Das Buch liest sich sehr flüssig. Ich hatte es nach zwei Tagen ausgelesen. Es ist amüsant geschrieben und, wie gesagt, voller Selbstironie, so dass ich sie jetzt auf der Leinwand mit anderen Augen sehe. Irgendwie menschlicher. Ihr Tod hat mich tatsächlich tief getroffen, aber mit diesem Buch ist sie mir wieder ein Stück näher gekommen. Auf jeden Fall ein Muss für Fans....wenn auch das Thema Star Wars sehr stiefmütterlich behandelt wird. Aber über Star Wars gibt es genug andere Bücher :-). Es finden sich auch einige Abbildungen in dem Buch, private, sowie vom Set.

 

***** 5 von 5 Sterne

 

Die Autorin:

Fisher war die Tochter des Sängers Eddie Fisher und der Schauspielerin Debbie Reynolds. Als sie zwei Jahre alt war, ließen sich ihre Eltern scheiden und ihr Vater heiratete kurz danach Elizabeth Taylor.

Ihren ersten Filmauftritt hatte sie 1975 in Shampoo. 1977 spielte sie erstmals Prinzessin Leia in der Star Wars-Trilogie. 1980 wirkte sie in der Rolle der Attentäterin im Film Blues Brothers mit.

1987 veröffentlichte sie ihren ersten Roman Postcards From the Edge (dt. Titel Grüße aus Hollywood), der autobiografische Elemente enthält; die Hauptperson des Romans durchlebt mit ihrer Drogenabhängigkeit und mit ihrer Mutter ähnliche Probleme wie Fisher selbst. Aus ihrer Lebensgeschichte machte Fisher die One-Woman-Show Wishful Drinking, die erfolgreich am Broadway lief. Die Show war die Grundlage für ihr gleichnamiges und von ihr auch als Hörbuch eingelesenes Buch, das 2008 erschien. Darin beschrieb Fisher auch ihre bipolare Störung.

Carrie Fisher und der Musiker Paul Simon heirateten am 16. August 1983. Sie trennten sich elf Monate später und die Ehe wurde 1985 geschieden. Am 17. Juli 1992 kam ihre Tochter Billie Lourd zur Welt; der Vater des Kindes ist Bryan Lourd, von dem sich Fisher 1995 nach zwei Jahren Ehe trennte.

(Quelle: Wikipedia)

 

Das Buch kann u.a. hier erworben werden:

Amazon

Kommentar schreiben

Kommentare: 0