Company Town

Company Town

Niemand ist mehr sicher

Madeline Ashby

Erscheinungsdatum: 2017

Arctis-Verlag

Seiten: 384

ISBN: 978-3038800002

Gebundene Ausgabe: 21,00 €

 

"Sie nennt sich New Arcadia - eine Stadt auf einer Ölplattform, die sich im Besitz der wohlhabenden Familie Lynch befindet. Die Leibwächterin Hwa ist eine der letzten rein organischen Menschen, aber nicht nur in dieser Hinsicht eine Außenseiterin. Als der jüngste Lynch-Sprössling Joel bedroht wird, und persönlichen Schutz benötigt, wendet sich die Familie an sie. Dann versetzt eine Mordserie die Bewohner der Insel in Angst und Spuren führen auch zu Hwa; nicht nur ihre Zukunft steht auf dem Spiel, sondern die der gesamten »Company Town«."

 

New Arcadia ist eine Stadt auf einer Ölplattform, die, wie der Klappentext schon verrät, sich im Besitz der Lynchs befindet. Die Bevölkerung von New Arcadia ist optimiert. Nahezu jeder hat sich durch Gentherapien und Schönheitsoperationen verbessern lassen, sich Technik und hochwertige Prothesen einsetzen lassen. 

Lediglich Hwa, eine junge Frau, die als Bodyguard bei einer Art Escortservice arbeitet, ist noch durch und durch natürlich, organisch, wie hier beschrieben wird. Durch spezielle Filter aber kann sie ihre Makel verbergen und keiner sieht ihr wahres Gesicht bzw. ihre Erscheinung, solange sie das nicht zulässt.

Bei einem Anschlag auf die Bohrinsel wird sie verletzt und lernt über Umwegen Joel Lynch kennen, den jüngsten Sohn und Erben des Lynch-Imperiums. Man bittet sie, fortan Joel Lynch zu beschützen, da er Todesdrohungen erhält.

Aber weitere Dinge geschehen auf der Plattform: ein Serienmörder geht umher und Hwa kennt bzw. kannte alle Opfer. Sie beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln und gerät in gefährliche und lebensbedrohliche Situationen.

 

Zu Beginn war ich wirklich sehr irritiert über die Storyline und musste das Buch nach ein paar Seiten erst mal wieder weglegen und was anderes lesen, weil ich dem Ganzen einfach nicht folgen konnte...

Manchmal ist man halt nicht "bereit" für ein Buch. Ein paar Wochen später startete ich dann einen neuen Versuch und es fiel mir etwas leichter, einzusteigen. Es gleicht aber einem Sprung ins kalte Wasser, da die Geschichte sofort los geht und sich nicht mit großen Erläuterungen aufhält. 

Es geschehen im Laufe des Buches viele unvorhersehbare Wendungen. Es ist eine gut beschriebene, leicht dystopisch angehauchte Zukunftsvision, die eines Tages tatsächlich Wirklichkeit werden könnte. 

Manchmal habe ich aber den Faden verloren, da auch einige Begrifflichkeit fallen, die nicht wirklich erklärt werden. 

 

Aber, und das muss ich dem Buch zugute halten, es ist anders als klassische Science-Fitcion-Zukunftsvisionen und gut durchdacht. Eine Prise Realität schwingt immer mit. Die Protagonisten werden gut beschrieben, so dass man entweder Sympathie, aber auch Antipathie entwickelt.

Das Ende des Buches ist dann noch mal eine kleine Überraschung, die hier natürlich nicht verraten wird...

 

Da mir der Anfang so schwer fiel, der Rest der Geschichte aber dann wirklich gut war, gebe ich dem Buch 4 Sterne.

 

**** 4 von 5 Sterne

 

Die Autorin:

Madeline Ashby lebt in Toronto und arbeitet als Schriftstellerin und Zukunftsforscherin. Sie schreibt Kolumnen für Ottawa Citizen und entwirft Science-Fiction-Prototypen für Unter-nehmen wie Intel Labs oder Institute for the Future. Ashby hat zudem Kurzgeschichten, Essays und Kritiken veröffentlicht. "Company Town" ist ihr Debütroman, ein weiteres Buch ist aktuell in Arbeit.

 

Das Buch ist u.a. hier erhältlich:

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