Die stumme Patientin

Die stumme Patientin

Alex Michaelides

Droemer TB

Erscheinungsdatum: August 2020

ISBN: 978-3-426306905

Taschenbuch: 9,99 €

 

"Blutüberströmt hat man die erfolgreiche Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt Alicia nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat die Malerin seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia Berenson zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist?"

 

Alicia Berensen, eine junge, aufstrebende Künstlerin, wird blutüberströmt neben ihrem toten Ehemann Gabriel gefunden. Die Beweise gegen sie sind erdrückend.

Da sie jedoch kein Wort spricht und man sie für unzurechnungsfähig hält, wird sie in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Dort schweigt sie weiterhin. Jahrelang. Aber warum?

 

Theo Faber, ein Psychotherapeut, möchte Alicia unbedingt helfen. Er bewirbt sich bei der Anstalt, obwohl diese kurz vor der Schließung steht und bekommt den Job. Er beginnt umgehend mit der Therapie. Kann er sie zum Reden und somit die Wahrheit ans Licht bringen?

 

Die Charaktere von Theo und Alicia werden überaus gut und nachvollziehbar beschrieben. Theo scheint nahezu besessen von dem Fall und befragt alle möglichen Leute aus Alicias Umfeld.

Aufgrund seiner Vergangenheit, der inneren Zerrissenheit, die er mit sich herumträgt und seiner privaten Probleme, hat man den Eindruck, dass er unbedingt Alicias Leben wieder in geordnete Bahnen bringen möchte. Und dafür riskiert er ziemlich viel.

Alicia hingegen erscheint teilnahmslos, gefangen in sich selbst, bemitleidenswert und vor allem irgendwie unschuldig, trotz ihrer Wutanfälle. 

Aber ist sie wirklich unschuldig? Ihre Tagebucheinträge lassen eine Seite in ihr vermuten, die einem Angst machen kann. 

 

Der Autor schafft es, dem Leser ein sehr gutes Bild vom Seelenleben seiner Protagonisten darzustellen, nicht zuletzt durch seine sehr bildhafte Sprache. Das hat mir wirklich gut gefallen, da ich mich immer wieder gut in Theo und Alicia hineinversetzen konnte. Durch die kurzen Kapitel, gespickt mit überaus interessanten und aufschlussreichen Tagebucheinträgen von Alicia, liest sich das Buch sehr flüssig. Es ist unsagbar spannend und ich konnte es schlecht aus der Hand legen. 

Am Ende war ich nahezu atemlos, ob der völlig überraschenden und meiner Meinung nach nicht vorhersehbaren Wendung, die die Geschichte nahm. 

 

Ein intelligenter Thriller, der seinesgleichen sucht. Diese Geschichte wird mir wohl im Gedächtnis bleiben. Er war nicht umsonst im Jahr 2019 auf Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste. 

 

*****5 von 5 Sterne

 

Der Autor:

Alex Michaelides wurde 1977 auf Zypern als Sohn eines griechisch-zyprischen Vaters und einer englischen Mutter geboren. Er studierte an der Cambridge University Englische Literatur und schloss sein Masterstudium in Drehbuchschreiben am American Film Institute in Los Angeles ab. Bevor er zum Schreiben von Krimis und Thrillern kam, schrieb er die Drehbücher zu mehreren erfolgreichen Filmen. "Die stumme Patientin" ist sein erster Roman. (Quelle: LovelyBooks)


 

Coverabbildung und Einleitungstext:

© 2019 Droemer Verlag 

 

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