Die 100 besten Eco Hacks

Die 100 besten Eco Hacks

- Tipps und Tricks für den Alltag -

Katarina Schickling

Goldmann Verlag

Erschienen: Mai 2021

Seiten: 176

ISBN: 978-3442179121

Taschenbuch: 10,00 €

 

"Klimawandel, Artensterben, Ressourcenausbeutung: Wir wissen längst, dass ein Einfach-Weiter-So nicht in Frage kommt. Aber wo sollen wir angesichts der unüberschaubaren Problemlage überhaupt anfangen?

Und ist es nicht viel zu kompliziert, in der Hektik des Alltags in den Umweltmodus zu schalten?

Dass das Gegenteil der Fall ist, beweist Nachhaltigkeitsexpertin Katarina Schickling in diesem kompakten Ratgeber. Von genialen Upcycling-Tipps etwa für Gemüseabfälle über die Frage nach dem ökologisch korrekten Mund-Nasen-Schutz bishin zum simplen Do-It-Yourself-Reinigungsmittel finden sich darin 100 leicht umsetzbare Tipps und Tricks für alle Lebenslagen. So einfach geht nachhaltig leben!"

 

"Earth Overshoot Day" = Erdüberlastungstag. Schon mal davon gehört? 

Der Tag, an dem wir Menschen das an Ressourcen verbraucht haben, was sich von alleine wieder regeniert. Dieser Tag ist meist Mitte eines Jahres schon erreicht.

Das jeder Einzelne von uns daran arbeiten muss, dass dieser Tag bestenfalls gar nicht eintritt, ist ja schon lange klar.

Und wir sind ja auch schon fleißig dabei: wir trennen unseren Müll, wir sparen Wasser und Strom und versuchen, möglichst auf Plastik zu verzichen. Wir kaufen regionale Lebensmittel und gehen öfter mal zu Fuß. 

Aber da geht noch mehr, noch viel mehr!

Und was da noch mehr geht, zeigt uns Katarina Schickling in ihrem Buch "Die 100 besten Eco Hacks. Eindrücklich und ohne erhobenen Zeigefinger klärt sie auf und gibt uns viele Tipps an die Hand, wie wir nachhaltiger und umweltbewusster Leben können.

Einige wenige möchte ich Euch hier vorstellen:

 

Beginnen wir mit dem Thema Ernährung: 

Wusstet Ihr, dass ca. 16 % der jährlichen Pro-Kopf-Emissionen allein von unseren Ernährungs-und Einkaufsgewohnheiten erzeugt werden? Das ist eine enorm hohe Zahl. 

Und was können wir jetzt daran ändern? Der Einzelne kann doch sicher nichts machen....oder? Und ob!! Wir als Verbraucher haben die Macht! Durch gezielte, wohlüberlegte Konsumentscheidungen.

Nehmen wir den Apfel als Beispiel. Muss der Apfel unbedingt aus Spanien kommen oder tut es auch der Apfel vom Bauern am Ortsrand? 

Äpfel aus regionaler Herkunft haben immer die bessere Ökobilanz, sei es Lagerung, Transport oder der Verarbeitungsgrad. Denn je höher der ist, desto schlechter ist die CO2-Bilanz. Also besser regional kaufen oder ganz genau schauen, wo der Apfel herkommt.

 

Im Sommer grillen wir gerne mal. Das macht Spaß, schmeckt lecker und gehört einfach zu einem guten Sommer dazu. 

Wie jetzt? Grillen soll auf einmal schlecht für´s Klima sein? Ach, die 3-4 mal im Sommer, das lasse ich mir doch nicht nehmen. 

Nö! Das muss man sich auch nicht nehmen lassen, ganz im Gegenteil. Denn auch beim Grillen kann man ein wenig auf die Ökobilanz achten und das tut dem Spaß keinen Abbruch.

Statt beispielsweise billiges Disounter- Grillfleisch zu kaufen, kann man doch mal zum Bio- Metzger gehen oder mehr Gemüse auf den Grill legen. 

Verzichtet man dann auch noch auf Alu-Schalen und Folie, tut man auch was gegen den Müllberg. 

Gas- und Elektrogrills haben eine deutlich günstigere Ökobilanz als Hozkohlegrills. Wenn es aber doch der Holzkohlegrill sein soll, dann achtet beim Kauf der Holzkohle auf das FSC-Siegel, welches für nachhaltiges Holz steht. 

 

Eingangs habe ich ja erwähnt, dass wir ja alle angehalten sind, unseren Müll zu trennen. Das müssen wir auch, aber besser wäre es, wenn wir viel weniger Müll produzieren würden.

Denn wir Deutschen sind Abfall-Europameister! Und das ist kein Titel, auf den wir stolz sein könnten. Wir liegen mit der Menge, die bei uns pro Kopf anfällt, bei fast 150 Kilo über dem EU-Durchschnitt.

Wie können wir das ändern?

Ganz einfach:

  • keine Plastiktüten mehr kaufen, sondern wiederverwendbare Stoffbeutel nutzen. Beim Einkauf darauf achten, wie die Dinge verpackt sind. Alles an Obst und Gemüse, das eine stabile Schale hat, benötigt keine zusätzliche Plastikverpackung. 
  • Optimalerweise im "Unverpackt-Laden" einkaufen, denn dort bringt man seine eigenen Behälter mit und füllt sich seine Nudeln, Reis und Bohnen einfach darin ab. 
  • Den Müll richtig trennen, denn da machen wir sehr viel falsch. 
  • Unseren morgendlichen Coffee-to-go in unserem eigenen Thermobecher transportieren statt in den Pappbechern. 

Dies könnte ich jetzt ewig so weiterführen...

 

Machen wir nun mal einen Schwenker zum leidigen Thema Auto. Je nachdem, wo man wohnt oder arbeitet, ist es erforderlich, ein Auto zu besitzen. 

Was kann man als Autofahrer für die Umwelt tun? 

Erst einmal: Autofahren allgemein ist nicht ökologisch. Also sollte jeder von uns abwägen, ob er jetzt wirklich mit dem Auto zum Bäcker fahren muss oder ob man stattdessen nicht das Fahhrad nehmen kann. 

Mit dem Auto über die Autobahn brettern und dann am besten mit 140 km/h oder mehr, macht Spaß. Aber unabhängig davon, dass schnelles Autofahren gefährlich ist, wird auch jede Menge CO2 herausgeschleudert, je schneller man fährt. Also einfach mal etwas gemächlicher und gemütlicher fahren. Ankommen tut man so oder so. 

 

Was im Gegensatz zu schnellem Autofahren überhaupt keinen Spaß macht, ist putzen. :-)

Aber es ist ein notwendiges Übel. 

Auch hier kann man mit wenigen Kniffen schon vieles besser machen. Aggressive Reinigungsmittel landen in unseren Gewässern und sind von der Ökobilanz alles andere als gut.

Wie wäre es denn mit Natron, Essigessenz, Kernseife und Zitronensäure? Damit wird auch alles sauber! Das wussten schon unsere Großeltern.

Wenn es aber doch der industriell hergestellte Reiniger sein soll, so kann man zumindest auf die Inhaltsstoffe achten und ob Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen enthalten sind.

 

Wie Ihr seht, ist nachhaltig leben so einfach. Ich bin kein Öko-Moralapostel, aber mit kleinen Schritten versuche ich, meine persönliche Ökobilanz zu verbessern. Ich fahre trotz Auto mit dem ÖPNV zur Arbeit, gehe einige Strecken zu Fuß, kaufe regional und auch schon mal im Unverpackt-Laden ein. Zitronensäure und Kernseife gehören schon lange zum festen Bestandteil meiner Putzroutine und ich kaufe vieles Second-Hand.

Wenn Ihr auch Eure Ökobilanz verbessern und unsere Welt ein bisschen besser machen wollt, dann solltet Ihr Euch dieses Buch anschaffen. In schöner Aufmachung und sehr gut unterteilt lernen wir, wie wir:

  • klimaschonend essen
  • weniger Müll produzieren
  • auch unterwegs ökologisch agieren
  • technisch auf Öko gepolt sind
  • konsumieren und dabei die Welt retten 

Mit vielen kleinen Änderungen unserer Gewohnheiten, mit etwas Sensibilität im Umgang mit unserem Planeten schaffen wir es! Gemeinsam! Und daran kann jeder Einzelne arbeiten.

 

Mein kleines persönliches Highlight ist, dass das Buch klimaneutral produziert und das Papier emissionsarm bedruckt wird. Der Umschlag ist aus Recyclingpapier, das aus den Abfällen der industriellen Kaffeebecherproduktion hergestellt wurde. Bitte mehr davon! :-) 

 

***** 5 von 5 Sterne

 

Die Autorin:

Katarina Schickling ist Dokumentarfilmerin, Ernährungsexpertin und Autorin mit einem Schwerpunkt auf Nachrungsmitteln und der dazugehörigen Industrie. 

Als Expertin wird sie in zahlreichen Medien immer wieder zurate gezogen, wenn es ums Essen und umweltbewusste Leben geht. 

Sie lebt und arbeitet in München. 


 

Coverabbildung, Einleitungstext und Autorenportrait:

© 2021 Wilhelm Goldmann Verlag, München

 

Ich danke dem Bloggerportal der Penguin Random House Verlagsgruppe für die Zusendung eines Rezensionsexemplars. 

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