Die neue Wildnis

Die neue Wildnis

Diane Cook

Heyne

Erschienen: Mai 2022

Seiten: 544

ISBN: 978-3453321588

Taschenbuch: 16,00 €

 

"Amerika in der nahen Zukunft: Zusammengepfercht in riesigen Megacities leiden die Menschen unter den Folgen der Überbevölkerung und des Klimawandels wie Smog, Dürreperioden und extreme Hitze. Aus Sorge um das Leben ihrer fünfjährigen Tochter Agnes nimmt die junge Mutter Bea an einem nie dagewesenen Regierungsexperiment teil: Gemeinsam mit zwanzig anderen Pionieren möchte sie in einem der staatlich geschützten Nationalparks, zu denen Menschen eigentlich keinen Zugang haben, im Einklang mit der Natur leben. Doch der Alltag in dieser neuen Wildnis wartet mit ganz eigenen Herausforderungen auf, und schon bald stoßen die Pioniere an ihre Grenzen ..."

 

Die Zukunft: die Zustände in der Stadt sind katastrophal, die Luft ist schlecht, es herrschen fast nur noch Betonbauten vor, kaum Naturräume, stattdessen Lagerflächen für Müll/Giftmüll, Server oder Solaranlagen.

Aber es gibt auch den Wildnis-Staat, eine Art Naturreservat, völlig unberührt. 

Die kleine Agnes ist schwer krank und die Diagnose der Ärzte eindeutig: bleibt sie in der Stadt, wird sie sterben. Also nehmen ihre Mutter und Agnes an einem Experiment teil und beginnen ihr Leben in der neuen Wildnis. Die Vorschriften sind streng, das Leben hart. Inmitten von 18 weiteren völlig unterschiedlichen Charakteren. Jeder kämpft in dieser Wildnis um seinen Platz in der Gemeinschaft und ums überleben. Wer besteht in dieser neuen Welt, wer bleibt auf der Strecke? 

 

"Die neue Wildnis" ist eine interessante Gesellschaftsstudie, eingängig zu lesen, teilweise hart und doch unvorstellbar, vor allem für einen selbst. Und dann wären da noch die ständig wiederkehrenden Fragen im Hinterkopf: Was würdest du tun? Welche Überlebenschancen hättest du? In welcher Hinsicht wärst du eine Bereicherung für die Gemeinschaft? Wo würdest du stehen? Folgen oder Führen? Würdest du es durchhalten? Denn da gibt es immer noch die Option, zurück in die Stadt zu gehen. Auch wenn das vermutlich aus umwelttechnischer Sicht das sichere Todesurteil wäre.

 

Diane Cook hat ein gar nicht so abwegiges Zukunftsszenario geschaffen. Dystopisch angehaucht, düster aber auch hoffnungsvoll. 

Und eine gute Erinnerung daran, dass wir mal etwas wertschätzender mit unserer Umwelt umgehen sollten. 

 

**** 4 von 5 Sterne

 

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